Auswirkungen des ökologischen uns digitalen Wandels auf Produktionsbetriebe energieintensiver Branchen

Universität Duisburg-Essen

Projekthintergrund

Im Zuge des Klimawandels sehen sich viele Betriebe einem steigenden Transformationsdruck ausgesetzt. Dies gilt vor allem für Produktionsbetriebe und Betriebe energieintensiver Branchen des Verarbeitenden Gewerbes sowie Betriebe der Energiewirtschaft. Neben gesellschaftlichen Erwartungen stellen politische Maßnahmen zur Erreichung von Energie- und Klimazielen Betriebe und Unternehmen vor die Herausforderung, ihre Produktion umweltvertraglich und nachhaltig zu gestalten. Gleichzeitig vollzieht sich im Zuge der Digitalisierung in den Branchen der industriellen Produktion ein umfassender Wandel durch die Erprobung und Einführung intelligenter, digital vernetzter Systeme und Produktionsprozesse.

Betriebliche Maßnahmen zur Umsetzung ökologischer Zielsetzungen sowie eine zunehmend digitalisierte Produktion führen zu veränderten Arbeitsprozessen und Tätigkeitsbereichen, die neue Anforderungen an Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer stellen. Neben der Frage der Sicherung von Beschäftigung und Standorten in der Transformation sind auch die damit verbundenen Qualifizierungsbedarfe derzeit weitgehend unbestimmt.

Fragestellung des Projekts

Vor diesem Hintergrund verfolgt das Projektvorhaben das Ziel, die Auswirkungen des sich gleichzeitig vollziehenden ökologischen und digitalen Wandels auf Betriebe energieintensiver Industriebranchen und der Energiewirtschaft in einem explorativen Zugriff zu untersuchen.

Dabei sollen empirische Befunde zu den konkreten Herausforderungen, Verläufen und Aushandlungen der Transformation in den Betrieben gesammelt, betriebliche Handlungsbedarfe im Hinblick auf die berufliche bzw. betriebliche Aus- und Weiterbildung ausgelotet und die Perspektiven der Betriebsräte auf die doppelte Transformation durch Digitalisierung und ökologischem Wandel und ihre damit einhergehenden Problemdefinitionen und Handlungsstrategien einbezogen werden.

Empirisches Vorgehen

Aufgrund der Forschungsdefizite zur Frage der ökologischen und digitalen Transformation gerade in energieintensiven Branchen ist die Untersuchung qualitativ und expIorativ angelegt. Im Vordergrund der Branchenauswahl stehen zwei Kriterien: Die Konfrontation mit der Herausforderung, einen langfristig tragfähigen Umgang mit knappen natürlichen Ressourcen zu finden, und die Relevanz der Digitalisierung. In den ausgwählten Branchen sollen betriebliche Fallstudien durchgeführt werden, in denen die bisherigen Entwicklungen der Transformation und die Problemdeutungen und Strategien der betrieblichen Akteure analysiert werden.

Pro Branche sollen drei Fälle untersucht werden, in denen sich die Herausforderungen der doppelten Transformation kreuzen. Die Fallstudien sollen sich auf qualitative und leitfadenorientierte Interviews mit ausgewählten Vertreter*innen von Management und Betriebsrat stützen. In jedem der insgesamt neun Fallunternehmen soll jeweils mindestens ein Interview mit je einem/einer Vertrer*in der beiden Betriebsparteien durchgeführt werden.

Prof. Dr. Thomas Haipeter
Projektleitung

Universität Duisburg-Essen

Institut Arbeit und Qualifikation

+49 203 - 3791812
Alexander Bendel

Universität Duisburg-Essen

Institut Arbeit und Qualifikation

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