Digitale Transformation und neue soziale Fragen in Ostasien

Universität Bonn

Projekthintergrund

Dieses Projekt zielt darauf ab, die Digitale Transformation in Ostasien abzuzeichnen, deren ökonomische und gesellschaftliche Folgen auf der sozialpolitischen (Makroebene), der betrieblichen (Mesoebene) und der Arbeitsebene (Mikroebene) empirisch zu ergründen sowie die daraus resultierenden neuen sozialen Fragen offenzulegen und schließlich entsprechende reflexive Handlungs- und Lösungsmöglichkeiten zu eruieren. Darüber hinaus dient die Forschungskooperation mit den Verbund- und Kooperationspartnern dazu, die wissenschaftlichen Austauschbeziehungen zu festigen, unsere Nachwuchswissenschaftler*innen zu fördern sowie die befassten kleinen Fächer sichtbarer zu machen und institutionell zu stärken.

Dieses Projekt ist gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen (MKW) im Rahmen der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern (bis zum 31.12.2021).

Fragestellung des Projekts

Insgesamt beschäftigen uns folgende Fragestellungen:

  • Wie gestaltet sich die Digitale Transformation in Ostasien und welche sozialen Folgen zeigen sich dabei?
  • Welche Interessenartikulationen und welches Problembewusstsein rufen diese hervor?
  • Welche Bewältigungsstrategien werden diskutiert und welche reflexiven Optionen zeichnen sich auf den entsprechenden Handlungsebenen ab?

Die Ergründung dieser Situation in den einzelnen Ländern, aber auch im inner-ostasiatischen Vergleich soll schließlich auch als regionalwissenschaftlicher Input für die globale Diskurse dienen.

Empirisches Vorgehen

Methodisch-konzeptionell folgt das Forschungsprogramm der Vergleichenden Institutionenanalyse (Aoki 2001), welche die gemeinsame Grundlage aller Arbeiten des Forschungsteams bildet. Dieser Ansatz soll als Meta-Theorie fungieren und den Kausalzusammenhang des sozio-technischen Wandels in den jeweiligen Ländern, in den jeweiligen Branchen und in den jeweiligen Gesellschaften regionalwissenschaftlich und interdisziplinär ergründen helfen. Empirisch werden die neuen sozialen Fragen im Zeitalter der Digitalisierung in Ostasien auf drei Ebenen quantitativ und qualitativ erfasst.

  1. Makroebene: Ausgrenzung der Arbeitnehmer*innen aus den sozialen Leistungen, Polarisierung des Arbeitsmarktes und Substituierungsprognosen.
  2. Mesoebene: Polarisierung von Qualifikation, Verkomplizierung und Verdichtung der Arbeitsinhalte.
  3. Mikroebene: verändertes Arbeitsbewusstsein, Zugehörigkeitsgefühl, Selbstsubjektivierung, Angst vor digitaler Substituierbarkeit.

Das vorliegende Projekt rückt nun im Zusammenspiel mit den Dimensionen der Spirale des soziotechnischen Wandels diese neuen sozialen Fragen in den Mittelpunkt der Forschung.

Dr. Takahiro Nishiyama
Projektleitung
Universität Bonn
 
Abteilung für Japanologie und Koreanistik
+49 228 - 73-7224
Dr. Volker Elis
Universität Bonn
Abteilung für Japanologie und Koreanistik
Bulgan Erdenechuluun
Universität Bonn
Abteilung für Japanologie und Koreanistik
Vanessa Tkotzyk
Universität Bonn
Abteilung für Japanologie und Koreanistik
Sabine Weber
Universität Bonn
Abteilung für Japanologie und Koreanistik

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